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St. Johann/Metzingen:

Leuchtturmprojekt aus Metzingen: Warum NEURA Robotics "Steps for Life" unterstützt hat

Die Ziele sind ambitioniert: Der Gründer des Metzinger Unternehmens NEURA Robotics David Reger will größter Steuerzahler Europas werden. Das sagte er dieser Tage in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Erreichen will er das in einer DER Zukunftsbranchen: auf dem Gebiet der Robotik. Die Roboter aus Metzingen sollen durch integrierte Sensorik und künstliche Intelligenz sehen, hören und fühlen. Und sie sollen über das Neuraverse ihre erlernten Fähigkeiten mit anderen Robotern weltweit teilen können. Trotz hoher Ziele bleibt das Unternehmen aber auch in der Region verwurzelt und hat kürzlich auch den Benefizlauf „Steps for Life“ unterstützt.

Steps for Life ist ein Benefizlauf, den jedes Jahr der SV Würtingen in St. Johann organisiert. Hier kann jeder mitmachen, vom Kind bis zum Top-Leistungssportler. Zeiten sind hier zweitrangig. Denn es geht vor allem um die gelaufenen Kilometer. Und die können und dürfen durchaus im Spazierschritt zurückgelegt werden. Pro Kilometer zahlen Sponsoren einen bestimmten Betrag. Das Geld geht dann an ein Hilfsprojekt, das jedes Jahr neu gewählt wird. In diesem Jahr war unter den Sponsoren ein milliardenschweres Start-Up: Neura Robotics. 

Jens Fabrowsky, COO bei NEURA Robotics: "Steps for Life ist in unsere Aufmerksamkeit gekommen, uns gefällt das Projekt richtig gut, uns hat der Ansatz richtig gut gefallen, dass sich hier Menschen engagieren, um anderen zu helfen, ja, und das passt ja auch in den Leistungsgedanken, den wir in uns tragen als Start up, dass wir sagen, wo geleistet wird, da darf auch was zurückkommen, und da geben wir eben was zurück für Steps for Life."

Am Ende gingen 22.000 Euro von Neura an den guten Zweck. Von einem Unternehmen, das als Leuchtturmprojekt in der Region bezeichnet wird. "Ja, wir sind in Metzingen zu Hause, und wenn man wo zu Hause ist, dann gibt man auch Dinge, wir haben alle auf dem Rücken „We serve humanity" stehen, das ist uns eine Herzensangelegenheit, sowohl in unserer Robotik, wo wir fest davon überzeugt sind, dass wir für die Menschheit was gutes tun, so wollen wir auch für die Menschen hier in der Region was gutes tun", so Fabrowsky.

NEURA Robotics hat dieses Jahr in einer Finanzierungsrunde Investoren-Gelder in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar eingesammelt – darunter von namhaften Unternehmen wie Amazon, NVIDIA und Bosch. Dieses Jahr will man mehrere tausend Roboter produzieren, davon mehrere hundert humanoide. Diese sollen aber erst mal vorrangig in Roboter-Gyms eingesetzt werden, wo sie Fähigkeiten trainieren sollen. Ein humanoider Roboter kostet im Schnitt 60.000 Euro. Jede physische Arbeit lasse sich durch Robotik erledigen; da ist David Reger überzeugt. 

Doch zurück zu Steps for Life. Dieses Jahr fand der Benefizlauf schon zum 20. Mal statt. Das verdient Respekt bei Jens Fabrowsky. "Also, ich bin persönlich bei so was immer begeistert, ja? Eine Organisation so aufzubauen, immer wieder, durchzuhalten, ja, jedes Jahr wieder nachzulegen, wieder neue Projekte zu finden, aber auch die vielen Menschen, die mitmachen, mich hat es gerade wirklich berührt, hier zu hören, wie sich Menschen auch persönlich angestrengt, vielleicht sogar gequält haben."

Und zu diesen Menschen, die sich anstrengen und quälen, will Jens Fabrowsky nächstes Jahr auch selber gehören. Denn er kündigte an: Im kommenden Jahr will er zusammen mit einem NEURA-Firmenteam an den Start gehen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 20.08.26 - 17:14 Uhr   -   390 mal angesehen)
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