Tübingen:
DeLorean und Sahara-Ente: Oldtimerfestival lockte Besucher in Scharen in die Innenstadt
Ein buntes und erlebnisreiches Wochenende liegt hinter der Stadt Tübingen und hinter denjenigen, die der Universitätsstadt einen Besuch abgehalten haben. Und sie hatten auch allen Grund dazu. Der Handel- und Gewerbeverein hatte ein Erlebniswochenende, bestehend aus vier Veranstaltungen organisiert: Tübingen geht vor die Tür, der verkaufsoffene Sonntag, das Tübingen Classic Oldtimerfestival und die Straße des Blaulichts.
Sie standen am Sonntag im Mittelpunkt des Interesses: Autos aller erdenklicher Größen, Formen, Farben und Hersteller. Die ganze Innenstadt war voll davon. Etwa hundertfünfzig Oldtimer waren es insgesamt. Autos bildeten die größte, aber nicht die einzige Gruppe. Daneben waren beispielsweise auch Fahrräder, Motorräder oder auch Feuerwehrfahrzeuge zu sehen. Ihnen war ja mit der „Straße des Blaulichts" in der Karlstraße eine eigene Veranstaltung gewidmet. Das alles lockte die Besucher in Scharen in die Innenstadt. Der Handel- und Gewerbeverein zeigte sich zufrieden.
"Ja, durchaus", so Stephan Braun, Vorstandssprecher des HGV Tübingen. "Also, wir haben Glück, dass es nicht ganz so heiß ist, wie es zu werden drohte, und das Publikum – sehen Sie ja selbst – es ist wieder reichlich vorhanden, und das, obwohl es nicht die erste Veranstaltung dieser Art ist, sondern mittlerweile schon die – ich glaube die vierte Oldtimer Classic und dass es immer noch so zieht, freut uns natürlich."
Das Flair sei das, was bei Oldtimer-Besitzern wie auch bei den Zuschauer so ankomme, sagt Rainer Klink vom mitorganisierenden Museum Boxenstop. Dazu gehört vor allem auch Live-Musik. "Und wir haben ja immer gesagt, wir wollen nicht nur Fahrzeuge ausstellen, sondern wir wollen Musik, und deshalb an vielen Stellen gibt es Musik, wir haben Stelzenläufer, wir haben Entertainment, und das wollen wir noch ausbauen, dass man einfach sagt: Hier, das ist Lifestyle, das Tübingen hier bietet", so Rainer Klink.
Zum Lifestyle gehörten auch die offenen Ladentüren am Sonntag, und bereits am Samstag bei „Tübingen geht vor die Tür" hatten die Läden schon mit allerlei Aktionen gelockt. Das ganze Wochenende steht im Zeichen des Jubiläums des Handel- und Gewerbevereins. Vor vierzig Jahren wurde er gegründet.
"Als Kaufkraftmagnet sozusagen, um die Menschen in die Stadt zu holen, ihnen stationäres Einkaufen nahezubringen und Stadterlebnisse zu ermöglichen, das kann man so ungefähr als den roten Faden bezeichnen, den der HGV in seiner Geschichte verfolgt hat, und vor dem Hintergrund war das gestern auch ein guter Auftakt eigentlich", so Stephan Braun.
Leute in die Stadt zu locken, das ist dem HGV mit dem Oldtimerfestival offenbar gut gelungen. Dabei gab es auch einige Raritäten zu bestaunen. Stephan Braun: "Also, es gibt ein paar Einzelstücke, die es weltweit nur einmal gibt, es gibt einen DeLorean hier zu sehen, den ich persönlich auch spannend finde, weil er die Hauptrolle in „Zurück in die Zukunft" gespielt hat, das wird jeder wissen, der den Film kennt, der inzwischen auch ein Klassiker ist, der steht hier auf dem Marktplatz."
Rainer Klink: "Also, wir haben natürlich ganz tolle Fahrzeuge, ganz seltenes Fahrzeug, eine Citroen-Sahara-Ente, ein Auto, von dem nur 600 Stück gebaut worden sind mit zwei Motoren im Originalzustand, das ist eine richtige Rarität, dann haben wir Jaguar XK, wunderschöner da, wir haben Dino Ferrari da, also, wir haben eine sehr, sehr breite Auswahl."
Bei so viel Anklang ist eines klar: Auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Oldtimer-Festival geben. "Mit Sicherheit, und zwar nächstes Jahr wird ja die Universität, hat ja Jubliäum, und dan wird die Veranstaltung schon im Juni sein, und dann werden wir noch mal ein Brikett auflegen und noch mehr machen. Wir wollen Tübingen so zu einer Jazz- und Swingstadt bei dieser Veranstaltung machen", so Rainer Klink.
Nicht Jazz oder Swing, sondern Feuerwehr-Marschmusik wurde vor dem Zinser gespielt. Passend zu den Feuerwehr-Oldtimern die hier, in der Karlstraße, ausgestellt waren. In der Straße des Blaulichts konnten die Besucher erleben, wie früher das Martinshorn bedient wurde. Daneben gab es zahlreiche weitere Einblicke in die Arbeit der Rettungskräfte früher und heute. Denn die Tübinger Feuerwehr war mit einem Infostand vertreten.
Und wer selber in einem Oldtimer mitfahren wollte, der konnte im Oldtimer-Bus des Museums Boxenstop Platz nehmen. Auf dem Europaplatz starteten Rundfahrten.











