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Projekttage zur Demokratiebildung am Johannes-Kepler-Gymnasium

Von Mittwoch bis Freitag dreht sich bei den Projekttagen am Johannes-Kepler-Gymnasium in Reutlingen alles um die Demokratiebildung. Nur 9 Projekte, die für die Klassenstufen 5 und 6, stammen von den Lehrern. Die übrigen 39 haben sich die Schüler der 7. bis 11. Klassen selbst ausgedacht. Am Donnerstag war Oberbürgermeister Thomas Keck vor Ort, um sich einige davon persönlich anzusehen.

Eine Karte auf dem Bildschirm zeigt Keplingen, eine Stadt, gestaltet von Schülern. Der Gemeinderat hat sich bereits versammelt, mit verschiedenen Parteien und einem Bürgermeister aus den Reihen der Klasse. Auch die Presse hat einen Bericht über die Sitzung verfasst, den sie der Klasse vorträgt. Demokratische Prozesse, eins zu eins nachgestellt. Nur eins von 48 Projekten zur Demokratiebildung.

"Wir leben in unsicheren Zeiten für unsere Jugendlichen", erklärt Cathy Hammer, eine der Projektleiterinnen. "Und unser Ansinnen war es, an drei Tagen die vielfältigen Herausforderungen der Demokratie darzustellen. Probleme darzustellen, darauf aufmerksam zu machen. Aber auch zu zeigen, was insbesondere in unserer Stadt, aber auch darüber hinaus an Lösungsmöglichkeiten vorhanden ist."

Zu diesem Zweck hat sich die Schule einige Partner gesichert, um Schülern Einblicke in die Institutionen der Stadt und der Erwachsenenwelt zu geben. Manche Schüler dürfen während der Projekttage auch Hochschulen, Universitäten und mehr besuchen. Da die Klassen relativ freie Projektwahl hatten, kam eine große Bandbreite an diversen Ideen zusammen.

"Wir haben praktische Sachen, dass diese Bänke für die Schulen gebaut werden oder hier versucht wird, 1000 Kraniche zu falten", listet Hammer auf. "Wir haben sehr viele Planspiele, wo die Jugendlichen mit verschiedenen Fragestellungen versuchen, sich auseinanderzusetzen. Wir haben viele Projekte, die auch außerhalb der Schule stattfinden."

Auch Oberbürgermeister Thomas Keck zeigt sich auf dem Rundgang begeistert. Auf der einen Seite von einem Schülermeeting, das zentrale Themen des Schul- und Stadtalltags zur Diskussion stellt. Auf der anderen von der Chance, sich selbst am Origami-Falten zu versuchen.

Er betont, wie wichtig Projekte wie diese sind: "Egoistisch gesprochen: Für mich, für uns als Stadt, ist es wirklich wichtig für die Stadtgesellschaft, dass man junge Leute heranzieht und sensibilisiert für die Themen, die anstehen. Und dann noch eine kreative Ader damit hat."

Fast ein Jahr ist in die Planung der Projekttage geflossen. Der Aufwand ist sichtbar. Überall im Gymnasium arbeiten Schüler an ihren eigenen Konzepten. Sie treffen Geflüchtete, besprühen Kacheln, häkeln Korallen und vieles mehr. Alles, um mehr über die Welt zu lernen, ihr den eigenen Stempel aufzudrücken oder gemeinsam etwas Neues zu erschaffen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 23.07.26 - 16:45 Uhr   -   153 mal angesehen)
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