Reutlingen:
Im Zeitplan und im Kostenrahmen: Neues Landratsamt an Kreisverwaltung übergeben
Das neue Landratsamt in Reutlingen ist fertig. Zumindest fast. Und während im Außenbereich die letzten Arbeiten laufen, bereitet sich die Kreisverwaltung auf den Umzug vor. Der soll vom 4. bis zum 25. September stattfinden. Etwa 1.000 Mitarbeiter aus derzeit 27 Gebäuden werden ins neue Landratsamt zusammengezogen. Jetzt hat die Baufirma Reisch das Gebäude an den Landkreis Reutlingen übergeben.
Karlstraße 99. Ab dem 7. September ist das die neue Adresse des Reutlinger Landratsamts. Am Dienstag-Nachmittag wurde aber erst mal gefeiert. Und laut Landrat Ulrich Fiedler gab es allen Grund dazu. "Ja, wir sind jetzt stolzer Besitzer dieses neuen Gebäudes für den Landkreis, und wir freuen uns einfach riesig, dass wir jetzt dann demnächst hier einziehen können und das Gebäude in Nutzung nehmen können", sagte Landrat Dr.Ulrich Fiedler.
Hundertprozentig fertig ist das Gebäude noch nicht. Aber der Zeitplan kann ohne Probleme eingehalten werden. Überhaupt verlief der Bau komplett ohne zeitaufwendige oder teure Komplikationen. Ulrich Fiedler: "Ja, da sind wir so richtig stolz. Wir bauen sowohl innerhalb der avisierten Kosten als auch innerhalb des avisierten Zeitrahmens, es wird ja immer wieder der öffentlichen Hand nachgesagt, das könne man nicht, aber wir können, und da freuen wir uns richtig darüber, dass wir sowohl in der Zeit als auch in den Kosten geblieben sind."
Auch bei der Baufirma Reisch ist das Fazit nach vier Jahren Bauzeit vom Baggerbiss bis zur Fertigstellung überaus positiv. "Der Bau hier war gigantisch. Gigantisch groß, es hat sehr viel Spaß gemacht, es gab viele Aufgaben und auch besondere Aufgaben wie Regale, wie besondere haustechnische Anlagen, wie es die Größe erfordert, wir haben Geothermie hier unten, 63 Bohrungen", so Gesamtprojektleiter Andreas Hugger.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt die Geothermie-Wärmepumpen mit Strom: Dadurch ist es im Winter warm und im Sommer angenehm kühl. "Das heißt, wir haben Geothermie-Sonden, da schieben wir im Sommer die Wärme runter, können dann mit der Kälte hier das Gebäude kühlen, indem wir die Wärme raus ziehen, die speichern wir im Erdreich unten und holen sie im Winter wieder hoch und heizen damit das Gebäude", so Andreas Hugger.
Der Haupteingang liegt im Innenhof. Von dort gelangen Besucher direkt an die große Infothek, die erste Anlaufstelle. Verwaltungsdezernent Marius Pawlak: "Kommen Sie mit einem Termin, weil dann können wir Sie optimal versorgen, dann kommen Sie hier an, können an der Infothek eben sagen, wo Sie einen Termin haben, was Sie möchten, dort wird Ihnen dann geholfen, weitergeholfen, Sie werden dann eben dort hingebracht, wo Sie dann Ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen können oder Ihren Termin wahrnehmen können."
Direkt neben der Eingangshalle befindet sich der große Sitzungssaal. Der Nachbarraum kann in bis zu vier kleineren Sitzungssälen unterteilt werden. Neben Fraktions- und Ausschusssitzungen sollen hier später auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich die Kantine. Sie soll nicht nur den Mitarbeitern des Landratsamts, sondern auch Besuchern offen stehen. "Über die Kantine freuen wir uns sehr, bisher war es so, dass die Versorgung der Kolleginnen und Kollegen wirklich individuell war, aus meiner Sicht auch nicht zeitgemäß, die Kantine bietet uns jetzt eine tolle Möglichkeit, nämlich dass wir die Kolleginnen und Kollegen gut und gesund versorgen können, da freuen wir uns sehr darüber", so Marius Pawlak.
Allerdings: Ein Betreiber für die Kantine muss erst noch gefunden werden. Damit auch hier im September alles in den Regelbetrieb übergeht.











