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Tübingen-Kreßbach:

Photovoltaik fürs Eigenheim: Energieabend informiert über Speichertechnologie

In Zeiten steigender Energiepreise überlegen sich immer mehr Hausbesitzer, auf Photovoltaik, Stromspeicher und Wärmepumpe umzurüsten. Für diese und für alle anderen, die sich für die Energiewende interessieren, hat die Firma TK-AUTARK am Montagabend im Golfclub Kreßbach in Tübingen einen Energieabend veranstaltet. Als Referenten waren Oberbürgermeister Boris Palmer und Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer der Firma E3/DC, eingeladen.
Dr. Andreas Piepenbrink beim Energieabend

Im vollbesetzten Saal des Golfclubs Kreßbach referierte Oberbürgermeister Boris Palmer über die bürokratischen Hürden, gegen die die kommunale Verwaltung bei der Energiewende anzukämpfen hat. Er sprach über den künftigen Windpark im Waldgebiet Rammert, nicht weit vom Golfplatz entfernt, und über den Ausbau des Wärmenetzes. Denn für viele ist Fernwärme eine praktische Alternative zur Öl- oder Gasheizung. 

Wer selber sein Haus von der Strom- und Gasversorgung möglichst unabhängig machen möchte, der konnte sich beim Vortrag von Dr. Andreas Piepenbrink einige Informationen holen. "Ja, wenn Sie ein Haus oder einen Gewerbebetrieb haben, ist schon richtig, die Energie selbst zu erzeugen, das macht man mit Photovoltaik, die Speicherung ist auch quasi Standard, und wenn Sie richtig clever sind, laden Sie halt ihr Auto oder Ihre Wärmepumpe flexibel vom Strommarkt und von der Photovoltaik, so dass Sie ganzjährig profitieren", so Piepenbrink.

Gerade Solarstrom wird nicht immer genau dann produziert, wenn er gebraucht wird. Stromspeicher sollen den Ausgleich schaffen, bei Überproduktion die Spitzen abschneiden und bei Unterproduktion den Strom liefern. Und mit Hilfe einer bidirektionalen Wallbox lässt sich auch das eigene Auto als Stromspeicher nutzen.

Wichtig für alle, die ihr Haus umrüsten wollen: "Sie müssen schon eine gute Beratung haben, weil es gibt natürlich wie in jeder Branche auch nicht nur die beste Lösung, und da würde ich mich tatsächlich auch ein bisschen erkundigen und mein Tipp ist: Einfach regional arbeiten, weil die Leute, die einfach durch das Land ziehen, die sehen Sie nie wieder, aber ein regionaler Fachpartner oder Installateur ist in der Regel eine gute Wahl", so Piepenbrink.

In die Flexibilität müssen Hausbesitzer aber einiges investieren: Photovoltaik mit Speicher inklusive Wallbox kosten 15.000 bis 25.000 Euro. Wer eine Wärmepumpe will, muss noch 12.000 bis 18.000 Euro drauf legen. "Das heißt, für 40.000 Euro werden Sie auf jeden Fall für 15 bis 20 Jahre vollelektrisch, und das kriegen Sie natürlich auch wieder, das heißt, nach sechs, sieben Jahren hat sich das in der Regel amortisiert. Das heißt, das ist schon eine coole Geschichte, weil im Vergleich zur fossilen Energie, das Geld ist ja weg. Und sozusagen investieren Sie in Ihre Eigenenergie", so Piepenbrink.

Insgesamt ließe sich der Jahresenergiebedarf in Deutschland zu fünfundneunzig Prozent mit Erneuerbaren plus Speichertechnologie decken, so Piepenbrink. Nur für die restlichen fünf Prozent bräuchte man noch Gaskraftwerke.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 16.06.26 - 15:01 Uhr   -   104 mal angesehen)
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