Reutlingen-Ohmenhausen:
Offizielle Vorstellung der neuen Ortsmitte
Ohmenhausen, ein Teilort von Reutlingen, hatte bisher nie eine wirkliche Ortsmitte. Das soll sich jetzt ändern. Nach einem langjährigen Prozess hat eine Gruppe von Experten um Oberbürgermeister Thomas Keck jetzt bekannt gegeben, wie das neue Zentrum des Teilorts aussehen soll und was den neuen Plänen weichen muss.
Einst war Ohmenhausen nicht viel mehr als einige losgelöste Gehöfte. Diese wuchsen im Laufe der Zeit zu einem kleinen Ort zusammen, der Mitte des 20. Jahrhunderts freiwillig von Reutlingen eingemeindet wurde. Doch in all dieser Zeit hatte sich nie wirklich eine Ortsmitte entwickelt. Das soll sich jetzt ändern, nach einigen gescheiterten Anläufen.
Oberbürgermeister von Reutlingen Thomas Keck erklärt: "Erste Überlegungen mit einem Ortsentwicklungsplan gab es schon 1994. Dann gab es ein Ortsentwicklungsprogramm des Landes, das ist verpufft in Ohmenhausen leider Gottes damals, das war '98. Und seit 2014 ist man jetzt dran am Hegis."
Dass hier die neue Ortsmitte entstehen soll, war dafür schon früh klar. Das „Hegis" ist eins der alten Gehöfte, das im Zentrum von Ohmenhausen liegt und schon oft Schauplatz für Stadtfeste war. Selbst die Einwohnerschaft bestätigte früh im Prozess, dass sie hier ihre Ortsmitte sieht. Doch wo Neues gebaut wird, muss auch Altes weichen.
"Erhalten bleiben wird die schöne Linde, die hier steht. Und diese Linde wird auch künftig den neuen Dorfplatz definieren", so Stefan Dvorak vom Amt für Stadtentwicklung Reutlingen und Vermessung. "Die Gebäude die hier stehen, das ist untersucht worden, die sind schlichtweg nicht mehr haltbar."
Dass die alten Häuser gehen müssen, sei auch schon seit Beginn der Planung bekannt. Sie seien zwar alt, doch für den Denkmalschutz uninteressant. Ein neues, großes, L-förmiges Gebäude soll ihren Platz einnehmen.
"Wir werden im Erdgeschoss einen schönen Bürgerraum, einen Bürgersaal haben, den die Menschen in Ohmenhausen dann auch nutzen können für Festivitäten", meint Dvorak. "Die Vereine können diesen Raum nutzen. Und das besonders Schöne ist, man wird dann von diesem Raum aus auch dann den neuen Dorfplatz, der hier entstehen wird, mit ins Spielen einbringen können."
In einen anderen Gebäudeteil soll das Bezirksamt kommen, dessen Angestellte den Bürgersaal mitnutzen können. Die Planung ist bewusst anders, als in anderen Teilorten, mit einem sehr multifunktionalen Bau. Auch ca. 20 neue Wohneinheiten sollen in die neue Mitte. Vieles davon kommt direkt von Anwohnern aus dem Ortsentwicklungsprogramm. Alles, um eine Ortsmitte zu schaffen, die alle Ohmenhausener zufriedenstellt. Ende 2027 soll das Projekt in den Bau gehen.










