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Streik am 3. Juni am UKT

Am Montag, den 3. Juni streiken die Beschäftigten des Uniklinikums Tübingen. Genauer gesagt, die Pflegekräfte, Physiotherapeuten und das weitere nichtwissenschaftliche Personal. Planbare Operationen und Untersuchungen werden an diesem Tag nicht stattfinden können. Der Hintergrund sind die Tarifverhandlungen an den vier baden-württembergischen Universitätskliniken. Nach der ersten Verhandlungsrunde gebe es noch kein Angebot der Arbeitgeberseite, so die Gewerkschaft ver.di.

Streik am UKT. Das wird es am Montag nach den Pfingstferien wieder geben. Die Gewerkschaft ver.di will Druck machen auf die Arbeitgeberseite. Am Freitag ging der Streikaufruf raus. Die Forderungen: 11 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr und für die Azubis 250 Euro im Monat mehr.

"Wenn wir Hochleistung haben wollen, dann müssen wir auch Hochleistung bezahlen und die Arbeitsbedingungen verbessern", sagt ver.di-Bezirksgeschäftsführer Benjamin Stein. Arbeitsbedingungen verbessern heißt aber auch: einen Belastungsausgleich schaffen. So fordert die Gewerkschaft ver.di: Nach drei unterbesetzten Schichten oder messbar stressigeren Tagen soll es einen Tag frei geben.

Außerdem fordert ver.di für alle Beschäftigten und Auszubildenden ein Lebensphasen-Konto, "wo der Arbeitgeber pro Jahr fünf Tage einbezahlt und die Beschäftigten dann individuell entscheiden können, ob sie das zum Beispiel am Ende ihrer Berufstätigkeit nehmen oder auch ein Sabbatical oder aber auch für pflegende Angehörige, je nachdem, wie es einem gerade in welcher Lebensphase passt", sagt Madeleine Glaser, die für das UKT zuständige Gewerkschaftssekretärin.

Das Ziel der Forderungen: den Pflegeberuf attraktiver gestalten. Denn die Belastungen seien so hoch, dass viele Pflegekräfte dem UKT den Rücken gekehrt hätten. Pflegekraft Elli Zimmermann: "Sowohl ich, als auch meine Kolleginnen und Kollegen in der Pflege, aber auch die anderen Berufsgruppen spüren deutlich, dass die Arbeit mehr wird, die Kranken werden immer kränker, das ist eine krasse Anhäufung an zusätzlicher Verantwortung, die wir gerne tragen, dafür sind wir auch ausgebildet worden, aber das System und die Struktur machen uns das unheimlich schwer."

Jetzt kommt es also zum eintägigen Warnstreik. Einen Tag vor der zweiten Verhandlungsrunde. Und dieser Streiktag hat auch Auswirkungen auf Patienten. Madeleine Glaser: "Dort wird natürlich die Notfallversorgung gewährleistet sein, wir haben eine Notdienstvereinbarung mit dem Arbeitgeber geschlossen, und das ist natürlich gewährleistet, aber die geplanten Operationen, geplante Eingriffe und auch Untersuchungen, die werden vermutlich verschoben werden."

Verhandlungsbereit, aber entschlossen zeigt sich ver.di. Wenn es zu keiner Einigung kommt, schließt die Gewerkschaft auch einen unbefristeten Streik nicht aus.

(Zuletzt geändert: Freitag, 24.05.24 - 14:37 Uhr   -   1490 mal angesehen)
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